Themen und ProjekteJahresthemenUm in ihrer Arbeit Schwerpunkte zu setzen, rückt die Fachstelle für
Gleichberechtigungsfragen (FGF) jedes Jahr von Sommer zu Sommer ein
Schwerpunktthema in den Vordergrund. Damit bietet sie eine Plattform zum
Informations- und Gedankenaustausch sowie Sensibilisierungsmöglichkeiten
für gesellschaftliche Veränderungen im Zusammenhang mit der
Gleichstellung von Frau und Mann. Der Auftakt findet jeweils im
September statt mit Referaten und Gelegenheit zum Austausch mit
verschiedenen Fachleuten und Betroffenen unter Einbezug des Publikums
(Podiumsdiskussion, Workshops etc.).
Damit die Schwerpunktjahre möglichst praxisnah gestaltet und die Anliegen der angesprochenen und betroffenen Bevölkerung aufgenommen werden können, ist die Zusammenarbeit mit Fachpersonen in einer Vorbereitungsgruppe wichtig. Sie unterstützt die FGF in der Planung des Jahresthemas und erleichtert den Zugang zur Zielgruppe (Verbände, Unternehmungen, Körperschaften). Nationale TochtertageJeweils am zweiten Donnerstag im November findet der nationale
Tochtertag statt. An diesem Tag begleiten Mädchen ihren Vater oder ihre
Mutter (allenfalls auch Onkel oder Tante oder eine andere nahe
Bezugsperson) einen Tag lang bei der Arbeit. Am Tochtertag erleben
Mädchen ihre Eltern im Berufsalltag und erhalten einen ersten Einblick
in die Erwerbswelt. Sie lernen sich und ihre private Bezugsperson von
einer neuen Seite kennen. Rechtliche Beratung nach dem GleichstellungsgesetzAm 1. Januar 2004 startete die Infostelle Frau+Arbeit in Weinfelden mit einer vorerst auf zwei Jahre befristeten Pilotphase die rechtliche Beratung nach dem Gleichstellungsgesetz. Die Frauenzentrale Thurgau mit der Infostelle Frau+Arbeit in Weinfelden erklärte sich bereit, ihr bereits existierendes Angebot auf die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden auszuweiten und stellte einen entsprechenden Projektantrag. Das erste Jahr der zweijährigen Pilotphase bestätigt das Bedürfnis nach einem solchen Angebot. Die Zusammenarbeit dieser drei Kantone hat sich bewährt, und die ratsuchenden Personen erhalten von der juristischen Stelleninhaberin kompetente Unterstützung. Interreg IIIA-Projekt "LänderGender"Das Interreg-Projekt "LänderGender" begleitet und unterstützt die Umsetzung von Gender Mainstreaming* in den regionalen Verwaltungen im Bodenseeraum. Aus den drei Ländern Vorarlberg, Fürstentum Liechtenstein und Kanton St.Gallen sind je sieben Führungskräfte an diesem Projekt beteiligt. Nebst der Schulung der Führungskräfte ist auch die Homepage www.laendergender.org ein Bestandteil des Projektes. *Gender Mainstreaming soll als Strategie zur Gleichstellung von Frauen und Männern erreichen, dass deren Rechte und Bedürfnisse in allen Geschäfts-, Politik- und Lebensbereichen im Sinne eines Gewinns für alle integriert und nachhaltig berücksichtigt werden. Going Business - ein Crashkurs für LehrabgängerinnenAufgrund der Einschätzung, dass viele junge Frauen ihre berufliche
Laufbahn unzureichend planen, entstand die Idee, den beruflichen Blick
von Lehrabgängerinnen nach vorne mit dem Bewusstsein gegenüber der
eigenen äusseren Erscheinung zu verbinden. Im Kurs ging es einerseits um
die beruflichen Perspektiven und anderseits um das persönliche
Auftreten. Unter fachlicher Anleitung erhielten die jungen Frauen Tipps
für ein professionelleres und überzeugenderes Auftreten - ohne sich
selber untreu zu werden. Ergänzend wurde ihnen aufgezeigt, wie die
beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Lehrabschluss aussehen
können. Diplomarbeit "Lohndiskriminierung im Kanton St.Gallen"Im Herbst 2004 erhielt die FGF vom Amt für Statistik des Kantons St.Gallen und vom Institut für Datenanalyse und Prozessdesign der Zürcher Hochschule Winterthur das Angebot, sich im Rahmen einer Abschlussarbeit eines Diplomanden, mit der Lohndiskriminierung im Kanton St.Gallen zu befassen. Die Datenerhebung ist abgeschlossen - der Schlussbericht liegt vor und kann bei der FGF bestellt werden. |
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